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Darmkrebs-Sterberate bei Deutschen gesunken

Forscher haben die Darmkrebssterblichkeit von 34 europäischen Ländern ausgewertet. In Deutschland sterben heute deutlich weniger Menschen an diesem Tumor als früher
von Saskia Dittrich, 19.10.2015

Gefahr im Bauch: Darmkrebs bleibt häufig unerkannt

Thinkstock/Wavebreak Media

Dickdarmkrebs ist eine der häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen in Europa. Und obwohl die Neuerkrankungen jährlich zunehmen, sind die Heilungschancen über die letzten Jahre gestiegen. Australische Forscher der Universität Melbourne haben Daten der WHO (World Health Organisation) von 1989 bis 2011 ausgewertet: Die Sterberate ging bei Frauen im Durchschnitt um 12,7 Prozent zurück. Bei den Männern stieg sie jedoch um 4,8 Prozent an. Die Studie, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde, zeigt zwischen den europäischen Ländern allerdings große Unterschiede.

Große Unterschiede in Europa

In sechs Staaten ging die Sterberate um mehr als 30 Prozent bei den Männern und um 37 Prozent bei den Frauen zurück. In Deutschland sank die Darmkrebs-Sterblichkeit bei Männern um 36,7 Prozent und bei Frauen sogar um 47,3 Prozent. Den stärksten Rückgang konnte Österreich erreichen, wo die Sterberate bei Männern um 44,1 Prozent sank und bei Frauen sogar um 50,4 Prozent. In einigen Ländern nahmen die Todesfälle durch Darmkrebs aber auch zu: in Rumänien um 102 Prozent bei Männern und bei den Frauen 46 Prozent und in Kroatien um 64 beziehungsweise 19 Prozent.

Laut Studienautor Driss Ait Ouakrim hat der Rückgang in den vornehmlich westeuropäischen Ländern vermutlich mehrere Ursachen: Das Bewusstsein für die Krankheit sei gestiegen und so gäbe es auch deutlich mehr Screening-Untersuchungen wie die Darmspiegelung. Außerdem seien Risikofaktoren wie Alkoholkonsum in diesen Ländern zurückgegangen. Auch die Therapien haben sich verbessert. Die Studie stellt eine zum Teil große Diskrepanz zwischen der Sterberate von Männern und Frauen fest. Das könnte den Autoren zufolge unter anderem daran liegen, dass Frauen häufiger zur Krebsfrüherkennung gehen und sich allgemein mehr über Gesundheit informieren als Männer.



Bildnachweis: Thinkstock/Wavebreak Media

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